Was esse ich heute

Was esse ich heute: Wie Essensplanung mein Leben veränderte

„Was esse ich heute?“ Habt ihr euch diese Frage auch schon mal gestellt?

Lasst mich euch erzählen, die ich diese Frage losgeworden bin und warum sich mein Leben jetzt besser ist.

 

Starten wir in meiner Jungend

„Wie willst du eigentlich satt werden, wenn du bei uns ausziehst?“

An diese Frage meiner Mutter kann ich mich genau erinnern.

Selbst meine Freunde sagten: „Daniel schafft sogar Wasser anbrennen zu lassen.“

Das Schlimme ist: Sie hatten Recht.

Wenn auch nicht im wörtlichen Sinne. Ich war ein völliger Nichtsnutz in der Küche.

Nachdem ich mit 21 Jahren bei meinen Eltern ausgezogen und in eine andere Stadt gegangen war, bestand mein Essen zu Großteilen aus Pizza und anderen Fertiggerichten. Ich fragte mich jeden Tag: „Was esse ich heute?“

Ich war immer schon sportlich und stolz auf meine Fitness. Seit meinem 15. Lebensjahr wog ich konsequent etwas um die 73 bis 75 kg.

Meine Ernährung außerhalb der elterlichen Fürsorge änderte das schnell.

 

„Was esse ich heute?“ – der Aha-Moment

Ein Schlüsselerlebnis hatte ich, als ich vor einigen Jahren mit einem guten Freund beim Bungee-Jumping war.

Als wir am Platz ankamen, wurden wir gewogen und bekamen unser Gewicht auf den Handrücken geschrieben. Ich habe dem keine Beachtung geschenkt und mich unterhalten.

Als wir beide fertig waren, habe ich bei meinem Freund auf die Hand geguckt und gemeint: „Steht bei dir 73 kg? Dann sind wir ja gar nicht so weit auseinander.“

Falsch.

Ein Blick auf meine Hand offenbarte mir das Elend: Da stand „89 kg”.

In dem Moment wurde mir bewusst, dass ich mich seit Jahren nicht gewogen und eine komplett falsche Einschätzung meines Gewichts hatte.

Da fing ich an über meine Ernährung nachzudenken.

Mir wurde bewusst, dass ich mich von Fertignahrung ernährte. Das einzige, was sich verändert hatte, war, dass ich zumindest mittags in der Kantine und gelegentlich in Restaurants essen war.

Das Ganze hatte einen einzigen Grund:

Ich konnte nicht Kochen.

Ein Besuch in einem Supermarkt war für mich so etwas, wie ein Aufenthalt in einem Land, dessen Sprache ich nicht kenne. Ich hatte keine Ahnung, was ich mit den ganzen Produkten anfangen soll. Immer wieder kam die Frage auf „Was esse ich heute?“

Etwa im Herbst 2014 schlug mir eine Ärztin im Rahmen der Behandlung meiner Hautkrankheit (Schuppenflechte) vor die „Paleo-Ernährung“ auszuprobieren.

Das hatte nichts mit meinem Gewicht zu tun. Sie hoffte, dass mir eine solche Ernährungsumstellung etwas Linderung in Bezug auf meine Haut verschaffen würde.

Und das tat sie!

 

Step by Step

Meine erste Aktion war, mich mit dem Thema Paleo zu beschäftigen. Wie vermutlich viele Leute in Deutschland, die sich zum ersten Mal mit dem Thema konfrontiert sehen, kaufte auch ich den Klassiker von Nico Richter Paleo – Steinzeit Diät: ohne Hunger abnehmen, fit und schlank werden – Power for Life.

Ein tolles Buch. Ich kann es für Interessierte und Einsteiger wärmstens empfehlen. Nico gibt darin einen ausführlichen und leicht verständlichen Überblick und hilft mit dem 30-Tage-Plan bei der Umstellung.

Gesagt getan. Ich habe also gelernt, was Paleo ist und wie man die Ernährung am besten in seinen Alltag einbaut. Toll aufbereitete Rezepte aus dem Buch und von anderen Paleo Bloggern haben mir bei der Umstellung sehr geholfen.

Es gab nur ein Problem: Ich konnte immer noch nicht Kochen.

Heißt: Ich brauchte für die Rezepte meist doppelt so lange wie angegeben.

Dennoch wurde der 30-Tage-Plan durchgezogen. Ich hatte ja ein Ziel! Ich wollte mir nicht mehr die Frage stellen: „Was esse ich heute?“

 

Erste Erfolge

Paleo hat meine Schuppenflechte nicht geheilt, aber die Verbreitung hat sich um einiges verlangsamt. Mein Hautbild ist allgemein besser geworden.

Viel größeren positiven Einfluss hatte die Umstellung auf meinen Alltag – und das bereits nach wenigen Wochen.

  • Es gab kein Völlegefühl mehr nach dem Essen.
  • Die Mittagsmüdigkeit war komplett verschwunden.
  • Ich schlafe besser und bin sportlich viel fitter.

Und um noch mal auf das Thema 89 kg Gewicht zurückzukommen: Ich habe – nebenbei – innerhalb von 3-5 Monaten knapp 10 kg abgenommen. Mittlerweile hat es sich sogar um die 76 kg eingependelt.

Ich hatte drei Fliegen mit einer Klappe geschlagen:

  1. Meinen Gesundheitszustand positiv beeinflusst
  2. Meinen allgemeinen Gemütszustand verbessert
  3. und – obwohl das nicht meine Absicht war – ein paar Kilos abgenommen

 

Wie Essensplanung mein Leben veränderte

Der 30-Tage-Plan und die Wochen danach zeigten, wie erleichternd eine gezielte Essensplanung für den Rest des Alltages ist.

Bevor ich angefangen habe, sah mein Leben in Bezug auf Ernährung so aus:

  • Ich hatte sehr oft keinerlei Idee, was ich essen sollte.
  • Das Gefühl der Überforderung in Bezug auf meine Ernährung war allgegenwärtig.
  • Ich habe quasi täglich frustriert darüber nachgedacht, was ich essen soll.
  • Meine Einkäufe waren sehr chaotisch und zeitaufwändig.
  • Ich habe viel Zeit damit verbracht verwirrt und frustriert durch Supermärkte zu laufen.

Die Ernährungsumstellung durchbrach diesen Teufelskreis.

Meine Freundin und ich fingen an uns wöchentliche Essenspläne zusammenzustellen. Wir suchten uns Rezepte von Paleo-Blogs heraus und planten die komplette Woche durch.

„Ein Rezept ist eine Geschichte, die mit einem guten Essen endet.” – Pat Conroy

Am Ende fassten wir alles zu einer geordneten Einkaufsliste zusammen und gingen einmal pro Woche gezielt einkaufen.

 

Essensplanung im Alltag

Anfänglich war das alles sehr aufwändig, doch wir wurden immer besser und besser im Planen.

Ich kann mich noch genau an einen bestimmten Moment erinnern:

Nach einigen Wochen konsequenter Planung standen wir im Supermarkt und ich merkte, dass ich genau wusste, was wir einkauften, wofür und wo alles zu finden ist.

Vielleicht werden es einige belächeln, aber für mich war das ein tolles Erlebnis, das ich so bisher nicht kannte. Die Frage „Was esse ich heute?“ war verschwunden.

Früher gab es für mich nur zwei Arten Einkaufen zu gehen:

  1. Sehr zielgerichtet Fertiggerichte einpacken, bezahlen und schnell wieder weg.
  2. Völlig überfordert und ohne Idee zwischen den Regalen umherwandern und am Ende wieder nur mit Fertiggerichten und eventuell ein bisschen Gemüse den Laden zu verlassen.

Je länger wir planten – und das tun wir nach mehr als zwei Jahren immer noch mit Begeisterung, desto besser fühlten wir uns.

Plötzlich wusste ich genau, dass es die Woche über leckere Gerichte geben wird. Sobald die Planung erledigt war, gab es keinen Grund länger über Essen nachzudenken. Das war und ist extrem beruhigend.

Ganz unabhängig von Paleo (wie man sich ernährt, sollte jeder für sich entscheiden), habe ich heute immer ein Gefühl von Gelassenheit und Vorfreude, wenn ich an Essen denke. Es ist eine enorme Erleichterung nicht mehr darüber nachdenken zu müssen, was ich heute essen werde.

 

Ich führe ein besseres Leben

Inzwischen sieht mein durchschnittlicher Tag folgendermaßen aus:

Wenn ich an den Kühlschrank gehe, nehme ich meinen Plan zur Hand und gucke, was es leckeres gibt. Dabei kann ich mir sicher sein, dass immer alles da ist und keine Zutaten fehlen.

Wenn man von gelegentlichen Restaurant-Besuchen oder gemeinsamen Essen mit Freunden absieht, denke ich nur noch beim Kochvorgang sowie einmal die Woche bei der Planung über Essen nach.

Heute ernähre ich mich abwechslungsreicher als die meisten Menschen, die ich kenne.

Während meine Freunde früher zu mir sagten: „Du lässt Wasser anbrennen.“, werde ich heute regelmäßig auf die interessanten und tollen Gerichte angesprochen.

Meine Eltern hätten es sich nie träumen lassen, dass zu mir mal jemand sagt: „Wow, was hast du denn da mitgebracht? Das sieht super aus!“ während derjenige frustriert auf das eigene Essen schielt.

Ehrlich gesagt, hätte ich das auch nicht.

Wahrscheinlich würde mich kein Restaurant einstellen, aber ich kann jetzt Kochen. Es macht mir unheimlichen Spaß in der Küche zu stehen und gutes Essen nach einem leckeren Rezept zuzubereiten. Man sagt ja nicht umsonst: „Selbstgemacht schmeckt es immer noch am besten.”

Das sind die Gründe, warum mir die Idee zu Temgy kam.

 

Unsere Vision

Zusammen mit meinem Team möchten wir jedem die Möglichkeit geben, in den gleichen Genuss zu kommen.

Meiner Meinung nach, sollte jeder Essensplanung ausprobiert haben!

Und ich spreche dabei nicht von einer Woche. 1-2 Monate sollte sich schon Zeit genommen werden, um die alten Gewohnheiten umzustellen. Für diejenigen, die gewillt sind das durchzuziehen und aktive Essensplanung in ihr Leben einzubauen, wird es sich enorm positiv auswirken.

Egal ob ihr unseren Service nutzt (der grandios ist!), oder Papier und Stift in die Hand nehmt. Ich bin durch und durch von der Essensplanung überzeugt und wünsche jedem viel Spaß mit den tollen Erfahrungen, die damit einhergehen.

Nehmt euch Zeit für eure Ernährung und habt Spaß am Kochen!

Wie sind eure Erfahrungen zu dem Thema? Habt ihr Essensplanung bereits ausprobiert? Was hat euch bisher davon abgehalten?

Schreibt mir einen Kommentar.

Daniel Unterschrift gruen Gruen NEU 150x82 - Was esse ich heute: Wie Essensplanung mein Leben veränderte

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